Projekt Fledermaus & Turmfalke in Mils bei Imst

Schulprojekt mit dem Fledermausschutzbeauftragten Mag. Anton Vorauer vom Land Tirol, Abteilung Umweltschutz.

Durch die Einbindung des WWF in das Revitalisierungsprogramm der Milser Au wurde mit dem Projekt „Fledermaus und Turmfalke“ ein weiterer Schwerpunkt zum Schutz der Natur gesetzt.

Am 29. Mai 2008 startete dieses Schulprojekt der besonderen Art: Mit viel Anschauungsmaterial versuchte Mag. Anton Vorauer, der Schutzgebietsbetreuer der Milser Au, den Volksschülern die Lebensweisen der verschiedenen Fledermausarten näher zu bringen. Zum Beispiel zählt das „Große Mausohr“ mit einer Flügelspannweite von ca. 40 cm zu den häufigsten Fledermausarten in Österreich. Sie bevorzugen klimatisch begünstigte Täler, offenes Waldland, Weideland und Gebiete mit traditioneller Landwirtschaft.

Mausohr-Wochenstube   Großes Mausohr   Großes Mausohr

Mag. Anton Vorauer sichtet ein Großes Mausohr in der Milser Pfarrkirche   Mag. Anton Vorauer im Gewölbe der Milser Pfarrkirche   Mausohr-Wochenstube

Von den „Großen Mausohren“ ist bekannt, dass sie individuenstarke Wochenstubengemeinschaften bilden. Sie nisten sich bevorzugt in warmen, geräumigen Dachböden und Kirchtürmen ein. Die bekannten Wochenstuben dieser Fledermausart liegen im Inntal zwischen Imst und Absam. In der Milser Pfarrkirche haben sich zwei Fledermausarten niedergelassen. Es handelt sich dabei um das „Große Mausohr“ und um eine „Langohr-Fledermaus“. Das „Große Mausohr“ ist zwar weit verbreitet, befindet sich aber dennoch auf der roten Liste der bedrohten Tierarten.

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In weiterer Folge bastelten die Volksschüler unter Anleitung von Mag. Anton Vorauer Nistkästen für Fledermäuse. Mit Begeisterung und Wissensdurst waren die Schüler der Volksschule in Mils bei Imst bei der Sache. Im Schulgarten wurde eifrig gehämmert und gebohrt bis eine Reihe von Nistkästen für die Fledermäuse fertig gestellt waren.
Am 26. Juni kam der große Tag: Umsichtig trugen die Schüler ihre gebastelten Nistkästen in die Milser Au. Besonders interessant für die Schüler war, dass die Fledermausnistkästen zuerst innen mit Fledermaus-Kot bestreut werden müssen, damit diese auch von den Fledermäusen angenommen werden.
Voller Stolz wurden die Nistkästen von den Schülern mit Hilfe von Herrn Vorauer an verschiedenen Bäumen in der Milser Au befestigt. 

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„Fledermausnacht“ in der Milser Au
Wissenswertes über Biologie, Ökologie und Schutz unserer heimischen Fledermausarten erfuhren die Teilnehmer der „Fledermausnacht“ am 30. Juni 2008 in der Milser Au. Unter fachkundiger Führung von Mag. Anton Vorauer konnten Fledermäuse in der Au geortet und aus nächster Nähe beobachtet werden.

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Projekt “ Turmfalke“
Wie der Name verrät, nisten die Turmfalken vorwiegend in Türmen bzw. Kirchtürmen. Nun wird der Versuch unternommen wieder ein Turmfalkenpärchen im Milser Kirchturm anzusiedeln. Am 28. Juli 2008 wurde von Mag. Anton Vorauer an der Südseite des Kirchturms beim Dreieckfenster ein Turmfalkennistkasten angebracht. Die Hoffnung ist, dass im kommenden Frühjahr der Nistkasten mit einem Turmfalkenpärchen besiedelt wird.

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