Milser Au – Sommer 2025

Zum ersten Mal gelang es Naturfotografin Renate Dalnodar, eine Gänsesäger-Mutter mit ihren Küken auf dem Rücken zu fotografieren. Diese Bild ist nicht nur wunderschön, sondern auch etwas Besonderes: In ganz Tirol gibt es laut Aufzeichnungen nur etwa 25 bis 30 Brutpaare – eines davon nun auch hier bei uns in Mils bei Imst.

Doch die Milser Au zeigt sich auch sonst wieder von ihrer lebendigen Seite:
Wer den Innweg entlangspaziert, entdeckt derzeit viel angeschwemmtes Holz. So mancher sammelt es, um es später mitzunehmen – und markiert den Fund mit einem kleinen Steinturm. Ein alter Brauch, der zeigt: “Dieses Holz gehört schon jemandem!”
Der ehemalige “Badplatz”, an dem früher viele Milser Kinder das Schwimmen erlernten, wird an heißen Sommertagen gerne von den Sommerkühen in der Milser Au zur Erfrischung genutzt.
Ein weiteres Highlight in diesem Sommer: Roland Hammerle beobachtete einen Wiedehopf mit Jungen und stellte seine Aufnahmen für “Mils im Bild” zur Verfügung. Der farbenprächtige Vogel mit seiner markanten Haube ist ein echter Hingucker – und ein Glücksfall für jeden Naturfreund. Zwischen Wiesenblumen und hohem Gras lugt plötzlich ein Fuchs hervor – neugierig, aber vorsichtig.
Und hoch oben am Himmel spielt sich ein kleiner “Luftkampf” ab: Ein Turmfalke verfolgt einen Bussard – oder ist es vielleicht umgekehrt?

Herrliche Frühlingszeit

„Wenn der Frühling ins Land zieht
wäre es eine Beleidigung der Natur,
nicht einzustimmen in ihr Jauchzen“
John Milton, englischer Dichter/ Philosoph (1608 – 1674)

Zu Fuß oder mit dem Fahrrad lässt sich der Frühling in der Umgebung von Mils bei Imst besonders intensiv erleben.
Die Obstbäume zeigen ihre Pracht, die Wiesen stehen in voller Blüte und der Löwenzahn färbt die Flächen in ein leuchtendes Gelb.
In der Au zeigt sich bereits die Vielfalt der Tierwelt: Flussuferläufer, Wasseramsel beim Füttern der Jungen, Gebirgsstelze, Baumläufer, Kleiber und Mönchsgrasmücke haben sich schon einen Nistplatz ausgesucht.
Am alten Badplatz finden sich Stockenten ein, während Bienen und Schmetterlinge emsig die ersten Blüten von Sumpfdotterblumen, Kuckucksblumen und Erdbeeren aufsuchen.

Fotos: Renate Dalnodar, Leni Bullock

Der Frühling ist da

Die Landschaft rund um Mils bei Imst verwandelt sich derzeit in ein Blütenmeer.
Auf den Wiesen zeigen sich erste Farbtupfer, die Obstbäume stehen in voller Blüte und auch in der Milser Au erwacht das Leben.

Auch die Vogelwelt ist wieder aktiv. In der Au lässt sich ein Kleinspecht beim Bau seiner Nisthöhle beobachten. Im Geäst huschen Baumläufer und Blaumeisen, ein Zilpzalp singt hoch oben auf einer Fichte. Ebenfalls ein Braunkehlchen zeigt sich bereits.
Der Frühling ist da!

Fotos: Renate Dalnodar, Leni Bullock

Die Natur erwacht – Vorfrühling in Mils bei Imst

Die milden Temperaturen lassen uns vom Frühling träumen. In der Milser Au und auf den sonnigen Hängen am „Sunnaberg“ sind die ersten Zeichen des Frühlings bereits sichtbar.

Auch in diesem Jahr scheinen die Turmfalken den Nistkasten im Kirchturm von Mils bei Imst wieder in Besitz zu nehmen. Noch sind sie nicht ständig dort zu sehen, doch mit der Falkenkamera kann man sie bereits hin und wieder beobachten, wenn sie am „Dreieckfenster“ des Kirchturms sitzen.

Während in höheren Lagen noch winterliche Ruhe herrscht, erwacht die Natur in der Milser Au bereits zum Leben. Auf den feuchten Waldböden in der Nähe der Tümpel sind mit etwas Glück bereits Frösche bei der Paarung zu beobachten.
Zwischen Moos und altem Laub kommen die ersten Himmelschlüssel und Krokusse hervor, die unübersehbaren Vorboten des Frühlings. Auch die ersten Zugvögel kehren aus ihren Winterquartieren zurück und bringen neues Leben in die Au.

Auf der gegenüberliegenden Talseite, am “Sunnaberg”, hat sich der Frühling bereits ausgebreitet. Der Steig hinauf zum „Sunnabankli“ ist von einem leuchtenden Blütenteppich aus roter Erika gesäumt und hin und wieder kann man zwischen den Föhren eine Waldgams entdecken.

Fotos: Renate Dalnodar, Rebecca Bullock

Tierbeobachtungen im Mai

Wer im Frühling in der Natur unterwegs ist, kann Tiere mit einem Fernglas oder auch mit einer Kamera entdecken. Naturfotografin Renate Dalnoda konnte unlängst bei der großen Insel in der Milser Au spontan Flussuferläufer, Rehe, Möven, Bachstelzen, Enten und Frösche mit ihrer Kamera festhalten.