Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Sanierung und Sicherheitsausbau im Milser Tunnel

Freitag, 22. September 2017

So mancher Bewohner von Mils und Schönwies hat sich über nächtliche Erschütterungen in der letzten Zeit gewundert, die sich im Nachhinein als Sprengarbeiten im Milser Tunnel herausstellten. Dazu ein Bericht von Projektleiter Karl Praxmarer (ASFINAG):
Sanierung Milser Tunnel 2017 - Lageplan
Die ASFINAG will die Tunnelsicherheit vor allem im Tiroler Oberland erhöhen. Ein wesentliches Projekt dabei ist der Sicherheitsausbau im Milser Tunnel. Die ASFINAG bringt den Milser Tunnel auf den modernsten Stand der  Technik. Der Tunnel Mils ist Bestandteil der A12 Inntalautobahn. Der Tunnel Mils wurde im den Jahr 1988 in Betrieb genommen, der Tunnel verfügt über zwei Röhren, wobei die Länge der Südröhre 1.590 m, die Länge der Nordröhre 1.915 m beträgt. Auf Grund des Alters von fast 30 Jahren ist eine Sanierung dringend notwendig. Ebenfalls wurde 2006 das Straßentunnelsicherheitsgesetz seitens der EU beschlossen, daher sind alle Straßentunnel in Österreich bis 2019 sicherheitstechnisch zu sanieren. Beim Tunnel Mils sind folgende Maßnahmen umzusetzen:

◼ Errichtung 2 begehbare Fluchtwege (GQ) und
◼ Errichtung 1 befahrbarer Fluchtweg (EQ)
◼ Neubau Betriebszentrale Ost, Betriebsstation West (Portalgebäude)
◼ Baulicher Brandschutz im Bereich der Bundesstraße
◼ Erneuerung Asphalt
◼ Tunnelbeschichtung
◼ Der Tunnel wird mit Notstromaggregaten ausgestattet
◼ Neuerrichtung der Tunnel-Lüftungsanlage
◼ Neuerrichtung von AKUT (Tunnel bekommt Ohren)
◼ Errichtung einer Höhenkontrolle
◼ Die Löschwasserversorgung wird saniert
◼ Erneuerung der Brandmeldeanlage
◼ Erneuerung Fluchtwegorientierungsbeleuchtung und Evakuierungsbeleuchtung
◼ Erneuerung Videoüberwachung

Die Maßnahmen werden von 2017 bis 2019 umgesetzt,
die Kosten belaufen sich auf ca. 25 Millionen Euro.

Nachfolgend Bilder von den Arbeiten im Tunnel,
zur Verfügung gestellt von Karl Praxmarer, ASFINAG:

Sommerbilder aus Mils bei Imst

Donnerstag, 17. August 2017

„Wer recht in Freuden wandern will, der geh‘ der Sonn entgegen“, Emanuel Geibel (1815-1884)  und Georges Duhamel (1884-1966) schrieb: „Die Landschaft erobert man mit den Schuhsohlen, nicht mit den Autoreifen“.
Das dachten sich auch der Bezirksfeuerwehrkommandant Hubert Fischer, Feuerwehrkommandant Karl Praxmarer und Gerhard Bregenzer bei einer Wanderung über den Venet.

 

Interessante Münzfunde in der Larsenn

Freitag, 11. August 2017

Vor kurzem wurden der Gemeinde Mils sechs Münzen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert zur Verfügung gestellt – als Geschenk für das kleine Museum im Eingangsbereich des Gemeindezentrums. Reinhold Perktold aus Imst, ein Experte im Bereich Münzkunde, hatte diese Münzen vor ca. 25 Jahren gemeinsam mit Paul Huber aus Mils im Larsenn gefunden.

Die Geschichte:
In den 80er Jahren interessierte sich Reinhold besonders für die Geschichte Tirols während den Pestzeiten. Bei seinen Nachforschungen in Innsbrucker Archiven stellte er fest, dass um 1348 im Bezirk Landeck ca. 5/6 und im Bezirk Imst ca. 1/3 der Bevölkerung an der Pest starben. Weiter war auffallend, dass in Mils bei Imst zu dieser Zeit keine Pestopfer aufschienen. Auch in der Pestzeit um 1611/1612 und während des 30-jährigen Krieges (1634-1637) wurden in Mils keine Pesttoten verzeichnet.

Bei einem Gespräch mit seinem Bergkameraden Paul erfuhr Reinhold von alten und großteils überwachsenen Mauerresten im Larsenn (siehe Peter Anich Karte im Anhang). So wanderten die beiden in den Jahren 1991/92 mehrmals ins Larsenn, um diese näher zu erkunden. Dabei wurden diese Münzen gefunden:

Münze Beschreibung Zeitraum
1 Kreuzer  vor Sigismund dem Münzreichen  vor 1446
6 Kreuzer  aus der Zeit von Sigismund dem Münzreichen  ab 1446
6 Kreuzer *  aus der Zeit von Erzherzog Ferdinand II.  1564-1595
3 Kreuzer *  aus der Zeit von Kaiser Ferdinand II.  1619-1637
10 Kreuzer *  aus der Zeit von Erzherzog Leopold V.  1619-1632
3 Kreuzer  aus der Zeit von Kaiser Leopold I.  1657-1705
*  geprägt in der Münzstadt Hall

Die Vermutung liegt nahe, dass die damaligen Bewohner von Mils während der Sommerzeit in die „Larsenn“ zogen, um von der Pest verschont zu bleiben und nahmen dabei auch Hab und Gut (Münzen) mit.
Heute noch erinnern alte Bezeichnungen an frühere Aufenthaltsorte in der Larsenn, wie z.B. „beim Bauhof“, „s‘Kolpa Gufl“, „s‘Kolpa Kucha“ und „s‘Milser Almli“.

Nachfolgend Fotos der Münzen:

In der Tirol-Karte von Peter Anich um 1770 ist an der Fundstelle im Larsenn eine „Hofstatt“ eingezeichnet. Ein Hinweis, der die Münzfunde erklärt.

Ausschnitt aus der Peter Anich Karte von 1770

Ausschnitt aus der Karte „Atlas Tyrolensis“
Bildquelle: Wikipedia

Sommerzeit

Freitag, 21. Juli 2017

Sommerzeit = Wanderzeit

Fotos:  Von Mils zum Venet und weiter nach Kronburg.

Abschluss des Projektes Falkenkamera in Mils bei Imst

Freitag, 14. Juli 2017

Wie bereits im Mai berichtet, wurden zur Beobachtung der Turmfalken im Kirchturm von Mils Kameras am Nistkasten montiert und Live-Bilder von der Brutzeit auf Mils im Bild übertragen. Siehe Beitrag vom 26. Mai.

Turmfalkenpaar im Kirchturm von Mils bei Imst, Juni 2017Mit Hilfe der Kameras konnten interessante Beobachtungen und Videomitschnitte beim Einnisten, Eierlegen und Brüten gemacht werden. Jedoch kam es am Ende der Brutzeit zu unvorhergesehenen Ereignissen beim Brüten, was bedauerlicherweise zum Verlust des Geleges führte. Daher wird es dieses Jahr leider keine Jungfalken in Mils geben. Ein ausführlicher Bericht, verfasst von Christoph Grissemann, kann hier als PDF-Dokument aufgerufen und auch ausgedruckt werden.

Weiter hat Christoph untenstehendes Vido zusammengestellt, welches die bedauerlichen Umstände beim Brüten zeigt. Die einzelnen Abschnitte im Video verteilen sich auf einen ganzen Tag, zwischen ihnen liegen teilweise mehrere Stunden.