Wie die Zeit vergeht

Jeder kennt die heutigen Gebäude der „Trofana Tyrol“ – nun „Alpenrast Tyrol“ – und der MEDALP im Milser Äuli. Doch wie sehr sich dieser Teil unseres Dorfgebietes im Laufe der Jahrzehnte verändert hat, wird erst beim Betrachten älterer Aufnahmen deutlich.

Ein Blick zurück (Titelbild) zeigt zunächst das Milser Äuli im Jahr 1955, lange vor den großen baulichen Veränderungen. Felder, Wiesen und die Erlenau prägten damals den Talboden zwischen Mils und Imst.

Maßgeblich für den Wandel im „Milser Äuli“ war der Bau der Autobahn. Erst dadurch wurde dieser Standort für größere Unternehmen interessant. Die erste große Veränderungen brachte im Jahr 2002 die Errichtung der Raststätte „Trofana Tyrol“ mit sich. Im Herbst 2010 begannen unweit davon die Bauarbeiten für den neuen Standort der Privatklinik MEDALP. Am 11. November 2011 wurde die neue MEDALP offiziell eröffnet.

An der Rückseite der beiden Gebäude führt ein viel befahrener Radweg vorbei. An manchen Tagen nutzen bis zu 500 Radfahrerinnen und Radfahrer diese Strecke.

Die Aufnahmen aus verschiedenen Jahren zeigen eindrucksvoll, wie sehr sich das Milser Äuli im Laufe der Zeit verändert hat: vom weitgehend unverbauten Talboden über den Bau der Autobahn bis zum heutigen Standort dieser Gebäude.

Kindheitserinnerungen – „Dr’huam“

In seinem Mundartgedicht „Dr’huam“ erinnert sich Walter Juen an seine Kindheit und an das Dorfleben in Mils bei Imst vor vielen Jahrzehnten.

Mit viel Wärme und Humor erzählt er von vertrauten Plätzen, von der Arbeit auf den Feldern, von kleinen Streichen und besonderen Erlebnissen. Beim Lesen werden Bilder einer längst vergangenen Zeit wieder lebendig.

Besonders bei der älteren Generation in Mils wird das Gedicht wohl so manche Erinnerung an die eigene Kindheit wachrufen.

 

Dr’huam

Moch d’Ouga zua und loß Di troga
I mecht D’r epas Schias iaz soga.
Vergiß den Rummel und s’gonz Gneat,
weil’s ohna deim eh besser geat.

So stell D’r vor Du liegsch gonz woach
mittlt in die Hoada – die Fiaß gonz hoach –
zwoa Hummla brumma umadum
und Du beißsch an Großholm krumm.

Vom Bochtlt waht a frisches Liftli
und bringt a würzis Gramatdiftli.
Vo weit aweck heart ma a Fresa
I gloub deis isch bei’s Koschpers gweisa.

Geasch mit ins Prigltol – zum St. Antouni?
Do geits Stuabluama – geal wia Houni!
Deis isch a Procht im Langez –
ach, wenn i kannt – i gang iaz.

Am Sunnaberg – deis konnsch mar glouba
steaht d’Sunna decht am längschta douba.
Guat hundert Metar weitar dunta
hot ma friar Schnatzlstuar gfunda.
Vo deim Platzl gor it weit aweck-
ma kannt soga – glei um’s Egg
hommer kocht im Wichteles Kichali-
i gloub, i fandet heind no hin.
Nia mia im spatere Leiba
hot’s für mi die bessera Zuckerle geiba
als wie am Fuir die Salbergmochta
und toalt mit ochta!

Auf’m Fuader sei mar gkockt – a Liadli pfiffa –
da Madla in die Zepfla griffa –
A Kini hot dargegt an schlechta Sitz –
vom Fuader sigsch in Tschirgantspitz!

Ping, ping – I hon’s olli nou in da Ohra
deis Tengla – dass es besser schneidet beim Koara,
d’r Votar schreit „I kannt enk wirga!“
weil mar ins schua wieder versteckt hoba im Tirgga.

I mecht no amol im Giaßa boda,
a Fuidli mocha – ohna froga,
a poor Erdäpfel und Kolba brota,
sou tata die Junga ou besser grota!

Und spat im Herbscht, wenns neibli isch
die Ernte steaht schua auf’m Tisch
londau londo brennt’s Erdäpflkraut
hot ins oft der Grampus gkaut!

Jo, jo – sou geaht die Zeit dahin
und olls rennt ondersch – lei wohin?
I hoff, er geaht decht au – dr’Souma.
Nocha konnsch vo olta Zeita trouma!

 

Walter Juen verbrachte in Mils bei Imst seine Kindheit. Später lebte und arbeitete er viele Jahre als Diplom-Grafiker in Wien. Inzwischen ist er im Ruhestand und nach Mils zurückgekehrt – wieder „dr’huam“.

Sommerzeit ist Wanderzeit 2026

Die schönen Sommertage laden zu einem Streifzug durch die Natur ein.

Ob auf schmalen Waldwegen, über blühende Wiesen oder vorbei an Almhütten – auf Schritt und Tritt gibt es etwas Schönes zu entdecken.

Oft sind es gerade die kleinen Dinge am Wegesrand, die unsere Aufmerksamkeit verdienen: Blumen, die zwischen Steinen wachsen, bunte Blüten in der Bergwelt oder Sonnenstrahlen, die durch die Baumwipfel fallen.

Wer mit offenen Augen unterwegs ist, kann die Schönheit und Vielfalt der Natur immer wieder neu entdecken.

In der Einfachheit und Stille der Natur,
findet der Mensch die Lebenskraft.
Julius Waldemar Grosse 1828 – 1902

Fotos: Ruth Lederle

Feuerwehr zu Besuch in Volksschule und Kindergarten

Ein Schuljahr neigt sich dem Ende zu. Sehr oft besucht die Feuerwehr in den letzten Schultagen die Schule und den Kindergarten.
Heuer wurde am Freitag den 3. Juli 2026 ein geordnetes Verlassen des Gebäudes zum vorgesehenen Sammelplatz geübt und mit dem Lehr -und Kindergartenpersonal besprochen. Auch der Bürgermeister interessierte sich für die Abläufe. Der Ernstfall bleibt hoffentlich allen erspart, dennoch gehört so was geplant und geprobt.
Natürlich durften im Anschluss die Kinder eine Runde mit den Feuerwehrfahrzeugen fahren. Auch gab es nachher noch ein Getränk und einen HotDog.

Bericht und Fotos: Gerhard Bregenzer