Die Turmfalken sind wieder da

Ein Bericht und Bilder von Christoph Grissemann

Seitdem die Kameras wieder auf “Mils im Bild” freigeschaltet sind, haben aufmerksame Beobachter längst bemerkt, dass unsere Falken schon seit einiger Zeit wieder den Nistkasten im Milser Kirchturm aufsuchen. Es sieht ganz so aus, als dürften wir uns auf eine neue Brutsaison freuen. Es wäre bereits die 6. seitdem wir die Kameras installiert haben.

Nachdem Gregor und Christoph diesmal schon im vergangenen Herbst den Nistkasten und die Kameras gereinigt hatten, waren die ersten Besucher im Neuen Jahr allerdings gar nicht die Turmfalken sondern mehrmals neugierige, Futter suchende Kleinvögel, nämlich Kohlmeisen und sogar 2x ein Hausrotschwänzchen, welches allem Anschein nach bei uns sogar überwintert hat.

Das Turmfalkenmännchen als Hausherr erschien – das zeigen uns die automatischen Auslösungen der Kameras – erstmals am 6. Februar. Wieder eimal bestätigt sich, dass es offenbar das Männchen ist, welches bei den Turmfalken den Brutplatz aussucht. Noch bevor ein Weibchen eintrifft prüft es, ob der Platz auch geeignet sein wird, indem es zum Beispiel Probe halber schon in der Kasteneinstreu so etwas wie eine Mulde scharrt. Das Weibchen erschien erstmals am 10. März – also ziemlich genau zur gleichen Zeit wie im vergangenen Jahr als es am 12. März eintraf. In der Milser Au war ein Weibchen allerdings schon viel früher gesehen worden!
Die “Verlobung” wurde wie immer durch Annahme und Verzehr einer vom Männchen gebrachten Maus auf dem Dreiecksfensterbrett vor dem Nistkasten besiegelt. Seither finden sich beide Falken immer häufiger abwechselnd oder gemeinsam im Turm ein, meistens ab 6h früh und vormittags häufiger als am Nachmittag. Gestern am 26. März zum Beispiel waren sie mindestens 10 mal da.
Dennoch heißt es jetzt noch Geduld zu haben bis das Brutgeschäft so richtig gestartet wird. Letztes Jahr wurde das erst Ei erst am 12. Mai gelegt!

 

Verletzter Turmfalke aufgefunden

Am 22. Mai wurde in Schönwies ein verletztes Turmfalkenweibchen aufgefunden und spontan zu Dr. Wilhelm in die Tierklinik nach Imst gebracht. Nach eingehender Untersuchung wurde ein gebrochener Flügel festgestellt, der mittels einem Verband stabilisiert wurde. Anschließend wurde der Falke in die Obhut einer Mitarbeiterin der Tierklinik gegeben. Laut der Tierpflegerin ist sein Appetit auf Mäuse sehr groß und man kann hoffen, dass der verletzte Flügel in zwei bis drei Wochen wieder so weit verheilt ist, dass man das Falkenweibchen wieder in die Natur entlassen kann.

Handelt es sich hier um den Falken vom Milser Kirchturm?
Dieses Jahr wurde 3 x ein Falkenweibchen im Nistkasten des Milser Kirchturmes gesichtet (11.04., 20.04., 08.05.2020). Auch Revierkämpfe zwischen zwei Falken wurden beobachtet. Die Hoffnung, dass auch heuer wieder ein Falkenpaar im Milser Kirchturm brüten würde, war entsprechend groß. Aber leider blieb der Nistkasten heuer leer.
Bei dem verletzten Falkenweibchen könnte es sich ohne weiteres um jenen Falken handeln, der im Nistkasten des Milser Kirchturmes gesichtet worden ist.

 

Sie sind wieder da!

Erster Besuch der Falken-Mama am 19. April 2018

Donnerstag, 19.04.2018:

Pünktlich um 10:00 Uhr vormittags schaut unser Turmfalkenweibchen bei uns im Kirchturm von Mils vorbei und betritt vorsichtig und nur ganz kurz sein Nest vom letzten Jahr.

So ganz scheint sie der Sache noch nicht zu trauen. Wahrscheinlich wegen der technischen Einrichtung und dem neuen ungewohnten Bodenbelag in ihrem Nest.

Nun können wir nur hoffen, dass ihm die neue Einrichtung gefällt und das Falkenpärchen heuer wieder brütet. Wo bleibt wohl das Männchen?

Aufnahme Falkenkamera 2 vom 19.04.2018, 10:00 Uhr:

Aufnahme Falkenkamera 1 vom 19.04.2018, 10:00 Uhr:

 
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