Archiv für die Kategorie ‘Milser Au’

Buchpräsentation “Naturerlebnis Milser Au”

Sonntag, 24. April 2011

Am 30. April 2011 fand im Gemeindesaal Mils bei Imst die Präsentation des Buches “Naturerlebnis Milser Au” von Hildergard Thurner statt.
Buchvorstellung: Naturerlebnis Milser Au

Hildgard Thurner hat über vier Jahrzehnte lang die Milser Au durch alle Jahreszeiten begleitet und mit der Kamera festgehalten. Es ist ihr gelungen, wundersame Augenblicke einer sich ständig verändernden Landschaft einzufangen, die nun in einem Bildband präsentiert wurden.

Fachkundige Beiträge und persönliche Erfahrungen von DI Sigbert Riccabona, eh. Landesumweltanwalt, OSTR Mag. Franz Mungenast, Experte für Naturgeschichte, und DI Andreas Pohl, Verantwortlicher der Bezirksforstinspektion Imst für das Projekt “Revitalisierung Milser Au” dokumentieren die Bedeutung dieser unvergleichlichen Naturlandschaft vor der Haustür des Tiroler Oberlandes.

Das Interesse der Bevölkerung an dieser Buchpräsentation war sehr groß. Der Abend wurde musikalisch mit Kindern aus Mils-Au eröffnet. Tamara Bechter führte gekonnt durch den Präsentationsabend, der mit wunderbaren, zum Thema passenden Frühlingsliedern, vorgetragen von Gudrun Moser mit Begleitung von Huberta Schuchter am Klavier, musikalisch gestaltet wurde.
Nach der Begrüßung durch Dr. Erwin Koler folgten Beiträge von DI Andreas Pohl und DI Sigbert Riccabona über die Bedeutung der Milser Au für die Bevölkerung. Eine Dia-Schau mit stimmungsvollen Bildern der Milser Au im Lauf der Jahreszeiten rundeten den Abend ab. Abschließend bedankte sich Hildegard Thurner herzlich bei allen, die mit Ihren Beiträgen zum Buch und zum Gelingen dieses Abends beigetragen hatten. Anschließend wurden die Besucher zu einem Getränk im Foyer des Gemeindesaales eingeladen.

Das Buch kann zum Preis von Euro 22,00 bei Hildegard Thurner erworben werden.
Gerne persönliche Abholung. Ein Versand des Buches erfolgt per Post-Nachnahme.

Kontaktadresse:
Hildegard Thurner
Unterdorf 19
6493 Mils bei Imst

Nachfolgend Bilder von der Präsentation:

Projekt Revitalisierung Milser Au

Donnerstag, 24. Juni 2010

Projekt Revitalisierung Milser Au –
Entfernung der Altablagerung ist voll im Gange

Der folgende Bericht wurde von Projektkoordinator DI Andreas Pohl von der Forstinspektion Imst verfasst und zur Verfügung gestellt.

Im Herbst 2008 sollte die zweite bzw. östliche Retentionsfläche am Inn ausgestaltet werden. Im Zuge von Vorbereitungsarbeiten wurde eine „Altablagerungsfläche“ innerhalb des Umgestaltungsbereiches freigelegt. Diese Ablagerungsfläche war von 1975 bis 1984 der Müllablageplatz der Gemeinde Mils (Im Jahr 1985 erfolgte dann die Einführung der Hausmüllabfuhr und so wurde die Müllablage in der Milser Au geschlossen und mit Erde überdeckt).
Um ausreichend Zeit für Grundlagenerhebungen und Festlegung der weiteren Vorgangsweise zu bekommen, war eine sofortige Verlagerung der Arbeiten auf die geplante Maßnahmenfläche des Folgejahres notwendig. Im Frühjahr 2009 wurde die mittlere Retentionsfläche auch fertig gestellt.
Die Berücksichtigung der Altablagerung führte zu einer Projektadaptierung bei der dritten bzw. östlichen Retentionsfläche. Auch die Finanzierung musste aufgrund der zu erwartenden Mehrkosten auf neue Beine gestellt werden. Eine Verzögerung der Arbeiten um ein Jahr war die Folge. Umso erfreulicher ist, dass nun mit der ordnungsgemäßen Entfernung der Altablagerung als Vorbereitungsarbeit für die Ausgestaltung der letzten Retentionsfläche begonnen werden konnte. Bereits seit einer Woche wird an der Trennung des Materials der Altablagerung für eine ordnungsgemäße Entsorgung gearbeitet. Während der Niederwasserperiode im kommenden Herbst/Winter sollte die letzte Abgrabungsfläche planmäßig fertig gestellt werden.

Für die Trennung des Materials der Altablagerung kommen drei getrennte Maschinen zum Einsatz, die hintereinander angeordnet sind.
Als erstes wird eine mobile Steinbrechanlage mit einem Löffelbagger beschickt. Das Material wird in der Folge zerkleinert und über ein Förderband, das mit einem Magnet ausgestattet ist um Eisenteile auszusortieren, zur Siebtrommel befördert. Im nächsten Schritt wird das feine bodenähnliche Material bis zu einer Größe von 15 mm ausgesiebt. Beim Auswurf des Materials, das ebenfalls über ein Förderband erfolgt, werden wiederum kleine Metallteile mittels Magnet aussortiert.
Von der Siebtrommel gelangt das Restmaterial über ein Förderband in dosierten Mengen zum Windsichter. Dort werden Plastikteile und leichtes Material weggeblasen und abgesaugt. Nach dem Windsichter fällt grobes Bauschuttmaterial an, welches eine möglichst geringe Verunreinigung aufweisen sollte. Größere Metallteile und Restmüllteile werden zusätzlich mittels Bagger oder händisch aussortiert, da schwerere Teile vom Windsichter nicht abgesaugt werden können.
Das gesamte Material der Altablagerung wird somit in Metallteile, Restmüll, bodenähnliches Material und Bauschuttmaterial getrennt. Die Metalle sowie der Restmüll werden in Container gesammelt und ordnungsgemäß entsorgt. Das bodenähnliche Material wird vor Ort zwei Monate zwischengelagert und auf Schadstoffe analysiert. Nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse kann erst über die weitere Verwendung des Materials entschieden werden. Die Materialuntersuchung wird seitens des Amtes der Tiroler Landesregierung – Referat Abfallwirtschaft – durchgeführt. Das Bauschuttmaterial kann in Abhängigkeit vom Verunreinigungsgrad einer Verwertung zugeführt werden oder ist ordnungsgemäß zu deponieren.
Durch den Einsatz dieser in der Praxis erprobten Geräte, der Erfahrung der beteiligten Firmen und der Mitarbeit der Behörden ist sichergestellt, dass diese Altablagerung in der Milser Au ordnungsgemäß und nach heutigem Standard entfernt wird.

Im Anschluss eine Fotodokumentation

Aufforstung der Revitalisierungfläche 1 mit Grauerlen

Mittwoch, 07. Oktober 2009

Im Rahmen der Revitalisierung der Milser Au wurden im Landesforstgarten Stams mit dem Samen der Milser Grauerle Jungpflanzen herangezogen. Die Agrargemeinschaft Mils bei Imst veranlasste nun die Aufforstung der ersten Revitalisierungsfläche mit 1500 Topfpflanzen dieser speziellen Erlenart. Die jungen Erlen mit einer Höhe von bis zu 60 cm wurden am 6. Oktober 2009 von Waldaufseher Mathias Schnegg und dem Gemeindearbeiter Gregor Praxmarer fachmännisch eingepflanzt.

Begegnung mit “Stuan-Mandln” am Inn

Donnerstag, 09. Juli 2009

Bei einem sommerlichen Spaziergung durch die Milser Au – dem Inn entlang – kann man immer wieder den sogenannten “Stuan-Mandln” begegnen. Diese bewundernswerten “Skulpturen” werden meist von Familien mit Kindern errichtet. Bei dem einen oder anderen “Mandl” kann man sogar ein besonderes künstlerisches Talent des “Baumeisters” erkennen.

Eisvogelbrutwand in der Milser Au

Donnerstag, 16. April 2009

Eisvogel, Alcedo atthis

Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art aus der Familie der Eisvögel. Er besiedelt weite Teile Europas, Asien, sowie das westliche Nordafrika. Seine Nahrung setzt sich aus Fischen, Wasserinsekten, Kleinkrebsen und Kaulquappen zusammen.

Mit der Bearbeitung der Revitalisierungsfläche 2 in der Milser Au wurden auch Nistmöglichkeiten für den Eisvogel, den “Vogel des Jahres 2009”, geschaffen.

Der Eisvogel lebt an mäßig schnell fließenden oder stehenden, klaren Gewässern mit Kleinfischbestand. Diese sollten von einem ausreichenden Angebot an Sitzwarten und möglichst auch von Gehölzen gesäumt sein. Es werden Flüsse, Bäche, Seen und auch vom Menschen geschaffene Gewässer wie Altwässer, Tümpel, Gräben, Kanäle, Teichanlagen und Abgrabungen genutzt.
Als Brutplätze dienen Steilufer oder große Wurzelteller umgestürzter Bäume mit dicker Erdschicht.
Der Eisvogel hat einen kurzen gedrungenen Körper mit kurzen Beinen, kurzen Schwanzfedern und breiten Flügeln. Sein Schnabel ist ca. 4 cm lang. Die Oberseite des Gefieders wirkt je nach Lichteinfall kobaltblau bis türkisfarben. Auf dem Rücken befindet sich ein leuchtend blauer Streif, der besonders beim Abflug auffällt. Eisvögel haben eine Körperlänge von etwa 16 bis 18 cm und wiegen 35 g bis 40 g. Die Flügelspannweite beträgt etwa 25 cm.

Die nachfolgenden Bilder zeigen den Ablauf der soeben künstlich gebauten Eisvogelbrutwand unmittelbar am Uferbereich des Inns in der Milser Au (bei der Absenkfläche 2). 
Nach der Fertigstellung dieser Brutwand wurden an der Frontseite Löcher gebohrt, hinter welchen der Eisvogel selbst Röhren weitergraben kann oder bereits vorbereitete Niströhren aus Holzbeton vorfindet.
Die Wand alleine genügt natürlich nicht, er muss auch genügend Nahrung vorfinden. Deshalb wird noch geplant, wie die Nahrungssituation verbessert werden kann. Denkbar ist zum Beispiel die Stärkung der Kleinfischpopulation, damit auch die Bruten gut aufkommen können. Diese künstlich geschaffenen Brutwände können übrigens auch von Uferschwalben besiedelt werden.
Die Eisvogel-Fotos und der Projektbericht wurden von Mag. Anton Vorauer vom Land Tirol, Abt. Umweltschutz zur Verfügung gestellt.

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img_4897_comp.jpg   img_4899_comp.jpg   Eisvogel im Flug 

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