„Marterln“ sind oft unscheinbar in der Landschaft verborgen, doch ihre Geschichten wiegen meist schwer.
Lorenz Thurner verunglückte im Jahr 1849 beim Holzen am Sonnberg, oberhalb des heutigen Kreisverkehrs zur Raststätte „Alpenrast“, tödlich.
Er war der Großvater von „Annes Josef“, an den sich viele Milser noch erinnern.
Das Marterl, das einst an dieser Stelle errichtet wurde, verschwand vor vielen Jahren spurlos. Doch dank eines alten Fotos von Leni Bullock konnte das ursprüngliche Bild mit Hilfe des Malers Holzknecht aus Imst nachgestaltet werden. Angebracht an einem Baum, erinnerte es wieder an das tragische Ereignis.
Doch erneut ging das Marterl verloren. Erst nach längerer Zeit wurde es von Andreas Praxmarer im Gießen liegend wieder entdeckt – stark mitgenommen durch die Einwirkung des Wassers, aber erhalten. Nach dem behutsamen Trocknen und Reinigen konnte das Marterl des Lorenz Thurner schließlich von Andreas und Gregor Praxmarer an seinem ursprünglichen Platz angebracht werden.


