Ausstellung der besonderen Art in Mils bei Imst

„Gefühlswelten der Emotionen von der Geburt bis zum Tod“ – so lautete die Einladung von Dagi’s Deko.

In ihrer Ausstellung am 14. und 15. Oktober 2023 im alten Haus an der Dorfstraße wagte sich Dagmar Kumpusch erstmals an Themen heran, die in der Gesellschaft zumeist etwas verdrängt werden, nämlich, dass neben den erfreulichen Dingen im Leben auch der Tod eine Rolle spielt.
Weiter wurde in der Ausstellung interessante Handwerksstücke, wie z.B. Bilder, Skulpturen und Designer-Kerzen gezeigt, die auch käuflich erworben werden konnten.

Im Anhang: Bilder und Videos von der Ausstellung

 

2.BergErleben – Wanderung durch die „Schnanner Klamm“

Am Samstag, dem 30. September 2023 ging es für die BergErleben-Gruppe durch die Schnanner Klamm bis zur Fritzhütte (1727 m), und dann via Rundweg auf der anderen Seite hinunter nach Flirsch.
Ein Bericht und Fotos von Sabrina Mair.

Gemeinsamer Start war um 8.30 Uhr vor der Gemeinde Mils. Die Gruppe war mit 12 Teilnehmenden recht groß, und so wurden Fahrgemeinschaften nach Schnann gebildet. Ein Auto ließen wir in Flirsch, damit die Fahrer der Autos in Schnann wieder zurückgebracht werden konnten.
Die Tour begann relativ harmlos mit dem Einstieg durch die imposante Schnanner Klamm, und die ersten 140 Höhenmeter wurden problemlos und abgelenkt von Schlucht und Wasserfall bewältigt. Nach Überquerung der Brücke ging es relativ steil rechts vom Fluss einen schmalen Weg teilweise mit Stufen hinauf, dann die restlichen 300m durch den Wald bis zur Fritzhütte, die uns in strahlendem Sonnenschein erwartete.
Obwohl die Fritzhütte nicht mehr offiziell bewirtet war, kam der Hüttenwirt extra mit der Materialseilbahn und verkaufte uns Radler und Bier zum Wucherpreis von 5,- Euro. Die Marend hatten wir zum Glück ausreichend selbst dabei, und nachdem wir uns ordentlich gestärkt hatten, wurden die von Christine mitgebrachten Steine zum Bemalen aufgelegt.
Die bewältigten Höhenmeter hinauf ging es danach natürlich wieder hinunter, was vor allem für die Teilnehmer mit Knieproblemen eine Herausforderung war. Aber: wir haben sie gemeinsam gut gemeistert!
An einem kleinen Weiher vorbei ging die Tour immer steil bergab durch den Wald bis nach Flirsch, wo sich einige zum Abschluss ein Erfrischungsgetränk beim Boulder Cup in der Kletterhalle gönnten.

Tourendaten:
Gehzeit gesamt ca. 2h, Familienwanderung (aber nur für größere Kinder)
Aufstieg und Abstieg: ca. 540 m
Start der Tour: Schnann (1186 m), Ziel Fritzhütte (1727 m)
Ende der Tour: entweder wieder Schnann oder Flirsch

Wandern im Herbst auf der Dawin-Alm

Die schönen Herbsttage laden zum Wandern ein!

Ein besonders schönes Ausflugsziel ist die Dawin-Alm, die man von der Ortschaft Strengen aus auch mit dem Fahrzeug erreichen kann. Von dort aus führen herrliche Wanderwege durch die beeindruckende Berglandschaft der Lechtaler Alpen. Der „Dawinkopf“ mit seinen 2968 Metern Höhe, die „Feuerköpfe“ und auch die „Eisenspitze“ ragen dort mächtig in den tiefblauen Herbsthimmel. In der Gebirgsformation kann man gut das schwarze manganhaltige Gestein erkennen, welches früher auch abgebaut wurde.
Auf der gegenüberliegenden Seite der Dawin-Alm sieht man direkt zum „Hohen Riffler“ (3168 m) mit seinem Gletscher.

Von der Dawin-Alm aus führt ein Wanderweg zur Strenger Skihütte und weiter Richtung Flirscher Skihütte. Dort erinnert eine Gedenkstätte an einen tragischen Hubschrauberabsturz auf dem Dawinkopf, bei dem der Maschinenschlosser Andreas Gstrein aus Imst und der Flughelfer Michael Schatz aus Imsterberg bei der der Errichtung einer Wetterstation im Herbst 2001 tödlich verunglückten.

 

Fotos: Christoph Grissemann

BergErleben – Wanderung zum Kraspessee

Am Samstag, dem 16. September 2023 fand wieder einmal eine Wanderung von „BergErleben“ statt, diesmal unter der Leitung von Hansjörg Praxmarer. Ein Bericht von Sabrina Mair.

Zu viert sind wir von Mils über Kühtai nach Haggen im Sellrain gefahren. Start der Wanderung war direkt am Parkplatz vor der Schärmer Alm, von wo aus wir Richtung Kraspestal wanderten. Zuerst noch am Fahrweg durch lichten Lärchenwald, danach gingen wir im Talgrund bis zu einer Steilstufe. Dann rechts auf einem Karrenweg über eine Steilstufe oberhalb der „Unteren Zwing“ hinauf in das nächste Hochtal mit dem Hüttl am Stoa (2025m). Über einen neuen Holzsteg ging es auf die andere Talseite. Weiter ging es über vermurtes Gelände zu einer kurzen Steilstufe links von einem kleinen Wasserfall, über einen felsigen Rücken etwas steiler aufwärts und in einem Linksbogen um den Muggenbichl herum, in ein weiteres kurzes Hochtal mit schönem Bachlauf. Das Rauschen des Baches hat uns den ganzen Tag begleitet. Ostwärts am Serpentinensteig über einen langen Hang aufwärts, danach rechts in ein weites felsiges Hochtal.
Den guten Markierungen folgend, über Felsblöcke und Geröll ging es weiter, bis man nach kurzer Zeit, noch vor dem sichtbaren See, ein kreisrundes flaches Becken mit einem Steinkranz in der Mitte erreicht. Unmittelbar danach standen wir vor dem kleinen Kraspessee (2549m), der doch größer und kälter war, als angenommen. Das Wetter war traumhaft und die 960 Meter aufwärts wurden beschwingt und bei guten Gesprächen absolviert. Als Belohnung hat sich uns der Kraspessee in seinem schönsten Türkis präsentiert. Nach einer ordentlichen Marend sind wir noch rund um den See gegangen und Gerda hatte dann noch die schöne Idee, am Seeufer gemeinsam ein Steinmandl als Erinnerung zu bauen. Der Abstieg war dann ein Leichtes. Unten angekommen sind wir in der Schärmer Alm eingekehrt, bevor wir dann gemeinsam wieder zurück nach Mils gefahren sind.

Eckdaten zur Wanderung:
Anfahrt nach Haggen im Sellrain ca. 50 min
Ziel: Kraspessee (2549m) im Kraspestal
Gehzeit gesamt ca. 5,5h
Aufstieg: 960m

Fotos: Sabrina Mair

46. Bezirkschronistentag in Mils bei Imst

Ein Bericht von Bezirkschronist Günter Flür.

Die Chronisten tagten am 16. September 2023 in Mils bei Imst.
Sie dokumentieren Aktuelles und begeben sich auf Spurensuche – Chronisten leisten für die Bildung einer positiven Erinnerungskultur wertvolle Arbeit.

Beim diesjährigen Bezirkschronistentag in Mils konnte der Bezirksverantwortliche Günter Flür im Gemeindesaal von Mils 26 Kolleginnen und Kollegen aus 18 Gemeinden begrüßen. Die Organisation oblag dem neuen Milser Chronistenteam mit Simone Grünauer, Bruno Gitterle und Thomas Thurner.
Landeschronist Oswald Wörle zeigte sich von Mils und dem Blick auf den Tschirgant beeindruckt und lobte die Arbeit der rührigen Chronisten. Nach einer Kurzvorstellung der Gemeinde Mils, wurde Leni Bullock für ihre jahrzehntelange, erfolgreiche Arbeit als Ortschronistin von Bürgermeister Bernhard Schöpf und Bezirkschronist Günter Flür geehrt. Sie initiierte auch das „Falkenprojekt“, das sie im Anschluss der Runde im Gemeindesaal vorstellte.

Sowohl von Bezirksseite als auch aus den Gemeinden gab es durch die Chronistinnen und Chronisten viel zu berichten wie Publikationnen, Schulungen, Weiterbildung, Projekte und Veranstaltungen standen auf dem Programm. Die tägliche „Knochenarbeit“ in den Archiven ist unsichtbar. So ist es Landeschronist Wörle ein großes Anliegen, dass die wertvolle, ehrenamtliche Tätigkeit der Chronistinnen und Chronisten vor den Vorghang gestellt wird.

Mit dem Kassabericht durch Sieghard Schöpf und dem einstimmigen Beschluss zur Durchführung des Chronistentages 2024 in der Gemeinde Jerzens, wurde der offizielle Teil beendet und die Gemeinde Mils lud alle auf ein Mittagessen in der „Trofana Tyrol“ ein.
Nach dem Mittagessen bot Leni Bullock eine informative Führung durch die Milser Pfarrkirche, die mit Orgelspiel und der herrlichen Stimme von Sarah Schöpf aus Schönwies mit dem Stück „Ave Maria“ v. Gounod ihren Abschluss fand.

Weiter informierte Bgm. Bernhard Schöpf die Chronistinnen und Chronisten über Wissenswertes vom Milser Widum und dem altem Postmeisterhaus sowie über Kirchen- und Gemeindegeschichten der kleinen aber feinen Gemeinde an der Grenze zum Nachbarbezirk Landeck.

Fotos: Thomas Thurner