Bergwandern im Spätsommer

Schritt für Schritt die Natur erleben – auf unseren Almen und hoch oben in den Bergen. Ein Rundblick auf schroffe Felsen und markante Gipfel bietet ein beeindruckendes Panorama.

Mit den Fotos im Anhang werden drei verschiedene Touren vorgestellt:

Tour 1: Maldonalpe und Steinjöchl
Diese Wanderung führt über die Maldonalpe hinauf zum Steinjöchl – mit weitem Blick über die umliegenden Berge. Der Rückweg verläuft über das Hahntennjoch in Richtung der Orte Boden und Bschlaps. Besonders sehenswert sind dort die noch erhaltenen, traditionellen Holzhäuser – eine wahre Augenweide inmitten der Natur.

Tour 2: Venet
Der Venet ist immer wieder ein lohnender Aussichtsberg. Die herrlichen Rundblicke von dort oben hat Ruth Lederle eindrucksvoll mit ihrer Kamera eingefangen.

Tour 3: Winnebachseehütte
Gudrun und Gregor Thallhammer-Thurner sind in ihrer Freizeit oft in den Bergen unterwegs. Diesmal führt ihre Tour in die Stubaier Alpen – zur Winnebachseehütte. Schon beim Aufstieg fällt der Blick auf einen eindrucksvollen Wasserfall.
Oben angekommen öffnet sich ein weites Panorama über das Winnebachjoch und das Zwieselbachjoch. Ein kleiner Bergsee bei der Hütte lädt zum Verweilen ein, bevor der Blick weiter hinaus ins Sulztal nach Gries führt. Der Bachfallenferner bildet den krönenden Abschluss dieser Bergtour.

Milser Au – Sommer 2025

Zum ersten Mal gelang es Naturfotografin Renate Dalnodar, eine Gänsesäger-Mutter mit ihren Küken auf dem Rücken zu fotografieren. Diese Bild ist nicht nur wunderschön, sondern auch etwas Besonderes: In ganz Tirol gibt es laut Aufzeichnungen nur etwa 25 bis 30 Brutpaare – eines davon nun auch hier bei uns in Mils bei Imst.

Doch die Milser Au zeigt sich auch sonst wieder von ihrer lebendigen Seite:
Wer den Innweg entlangspaziert, entdeckt derzeit viel angeschwemmtes Holz. So mancher sammelt es, um es später mitzunehmen – und markiert den Fund mit einem kleinen Steinturm. Ein alter Brauch, der zeigt: „Dieses Holz gehört schon jemandem!“
Der ehemalige „Badplatz“, an dem früher viele Milser Kinder das Schwimmen erlernten, wird an heißen Sommertagen gerne von den Sommerkühen in der Milser Au zur Erfrischung genutzt.
Ein weiteres Highlight in diesem Sommer: Roland Hammerle beobachtete einen Wiedehopf mit Jungen und stellte seine Aufnahmen für „Mils im Bild“ zur Verfügung. Der farbenprächtige Vogel mit seiner markanten Haube ist ein echter Hingucker – und ein Glücksfall für jeden Naturfreund. Zwischen Wiesenblumen und hohem Gras lugt plötzlich ein Fuchs hervor – neugierig, aber vorsichtig.
Und hoch oben am Himmel spielt sich ein kleiner „Luftkampf“ ab: Ein Turmfalke verfolgt einen Bussard – oder ist es vielleicht umgekehrt?

Herrliche Frühlingszeit

„Wenn der Frühling ins Land zieht
wäre es eine Beleidigung der Natur,
nicht einzustimmen in ihr Jauchzen“
John Milton, englischer Dichter/ Philosoph (1608 – 1674)

Zu Fuß oder mit dem Fahrrad lässt sich der Frühling in der Umgebung von Mils bei Imst besonders intensiv erleben.
Die Obstbäume zeigen ihre Pracht, die Wiesen stehen in voller Blüte und der Löwenzahn färbt die Flächen in ein leuchtendes Gelb.
In der Au zeigt sich bereits die Vielfalt der Tierwelt: Flussuferläufer, Wasseramsel beim Füttern der Jungen, Gebirgsstelze, Baumläufer, Kleiber und Mönchsgrasmücke haben sich schon einen Nistplatz ausgesucht.
Am alten Badplatz finden sich Stockenten ein, während Bienen und Schmetterlinge emsig die ersten Blüten von Sumpfdotterblumen, Kuckucksblumen und Erdbeeren aufsuchen.

Fotos: Renate Dalnodar, Leni Bullock