Die Natur erwacht – Vorfrühling in Mils bei Imst

Die milden Temperaturen lassen uns vom Frühling träumen. In der Milser Au und auf den sonnigen Hängen am „Sunnaberg“ sind die ersten Zeichen des Frühlings bereits sichtbar.

Auch in diesem Jahr scheinen die Turmfalken den Nistkasten im Kirchturm von Mils bei Imst wieder in Besitz zu nehmen. Noch sind sie nicht ständig dort zu sehen, doch mit der Falkenkamera kann man sie bereits hin und wieder beobachten, wenn sie am „Dreieckfenster“ des Kirchturms sitzen.

Während in höheren Lagen noch winterliche Ruhe herrscht, erwacht die Natur in der Milser Au bereits zum Leben. Auf den feuchten Waldböden in der Nähe der Tümpel sind mit etwas Glück bereits Frösche bei der Paarung zu beobachten.
Zwischen Moos und altem Laub kommen die ersten Himmelschlüssel und Krokusse hervor, die unübersehbaren Vorboten des Frühlings. Auch die ersten Zugvögel kehren aus ihren Winterquartieren zurück und bringen neues Leben in die Au.

Auf der gegenüberliegenden Talseite, am „Sunnaberg“, hat sich der Frühling bereits ausgebreitet. Der Steig hinauf zum „Sunnabankli“ ist von einem leuchtenden Blütenteppich aus roter Erika gesäumt und hin und wieder kann man zwischen den Föhren eine Waldgams entdecken.

Fotos: Renate Dalnodar, Rebecca Bullock

Fasching der Volksschule Mils bei Imst

Auch heuer bastelten die Volksschüler von Mils bei Imst im Werkunterricht eifrig an ihren Faschingsverkleidungen. Inspiriert von der Natur gestalteten sie fantasievolle Kostüme aus Materialien, die sie in der Natur gesammelt hatten, und verwandelten sich in geheimnisvolle Waldgeister.

Am Faschingsdienstag zogen sie, begleitet von ihren Lehrpersonen, gut gelaunt durchs Dorf. Einen besonderen Halt machten sie beim „Lese-Opa“ Erwin Koler, der den Kindern während des Schuljahres immer wieder spannende Geschichten und Sagen erzählt. Als Dankeschön überraschten ihn die Schüler mit fröhlichen Tänzen und lustigen Liedern.

 

Das „Marterl“ des Lorenz Thurner – 1849

„Marterln“ sind oft unscheinbar in der Landschaft verborgen, doch ihre Geschichten wiegen meist schwer.

Lorenz Thurner verunglückte im Jahr 1849 beim Holzen am Sonnberg, oberhalb des heutigen Kreisverkehrs zur Raststätte „Alpenrast“, tödlich.
Er war der Großvater von „Annes Josef“, an den sich viele Milser noch erinnern.

Das Marterl, das einst an dieser Stelle errichtet wurde, verschwand vor vielen Jahren spurlos. Doch dank eines alten Fotos von Leni Bullock konnte das ursprüngliche Bild mit Hilfe des Malers Holzknecht aus Imst nachgestaltet werden. Angebracht an einem Baum, erinnerte es wieder an das tragische Ereignis.
Doch erneut ging das Marterl verloren. Erst nach längerer Zeit wurde es von Andreas Praxmarer im Gießen liegend wieder entdeckt – stark mitgenommen durch die Einwirkung des Wassers, aber erhalten. Nach dem behutsamen Trocknen und Reinigen konnte das Marterl des Lorenz Thurner schließlich von Andreas und Gregor Praxmarer an seinem ursprünglichen Platz angebracht werden.

Der Winter ist noch nicht vorbei

In den Talniederungen ist es mehrheitlich bereits schneefrei, jedoch in den höhergelegenen Tälern liegt noch eine Menge Schnee, wie die Bilder von Renate Dalnodar bei einer Langlauftour im Kaunertal zeigen.