Tiroler Know-how für „Wärme in Nepal“

Wie bereits im Februar 2015 berichtet, wurde ein nepalesischer Schlosser, Tek Bahadur, unter anderem von der Milser Kunstschlosserei Hammerle ausgebildet, um die von uns entwickelten Tiroler Öfen auch in Nepal produzieren zu können. Das Ziel war, eine Werkstätte in Kathmandu einzurichten. Leider hat sich dieses Vorhaben durch die Erdbebenkatastrophe etwas verzögert, aber mittlerweile ist es gelungen!

Das Entwicklungsteam mit Michael Hammerle, Georg Posch, Florian Ötzbrugger (beide Reca Ofenbau) und die beiden Projektleiter Wolfgang Nairz und Dieter Lhota reisten nun Ende Dezember 2016 für zwei Wochen nach Nepal um die Werkstätte feierlich zu eröffnen. Davor war es aber wichtig, die bereits installierten Öfen im Solu Khumbu zu kontrollieren und einen Ofen gemeinsam mit Tek Bahadur und einigen Begleitern neu zu installieren. Alles verlief zu ihrer Zufriedenheit und besonders gefreut hat sie die Aussage der Betreiber der Paradise Lodge in Lukla: „The stov ist the pride of our lodge and we need only half of the very expensive fire wood and have higher comfort since we have improved our stove!“ („Der Ofen ist der Stolz unserer Lodge. Wir brauchen nur mehr die Hälfte des teuren Holzbrennstoffes und haben einen höheren Komfort seit wir den Ofen verbessert haben“). Dies war der praktische Beweis für die Sinnhaftigkeit der Entwicklung und des Projektes!

Eine traumhafte Reise im nepalesischen Winter in Höhen bis zu 4.200m wurde zum unvergesslichen Erlebnis – natürlich alles zu Fuß, über mehrere Tage, nach einem abenteuerlichen Flug nach Lukla, dem gefährlichsten Flughafen der Welt, als Ausgangspunkt auf 2.800m.

Eine besondere Begegnung aus Milser Sicht war das Treffen der Gruppe mit Birgit Lienhart-Gyawali, welche in Kathmandu verheiratet ist. Sie durften ihre sehr nette Familie kennenlernen und auch ihre berufliche und soziale Tätigkeit mit ihrem besonderen Lerncafe. Sie waren sehr beeindruckt von ihr und haben sich sofort bestens verstanden. Vielleicht richtet sie ihren Europabesuch mit Mann und Tochter im September 2017 so ein, dass sich das Projektteam mit ihnen im „Ofenbasecamp“ auf der Prorzheimer Hütte treffen kann.
Namaste und Tashi Delek!

Bericht und Fotos  wurden von Dieter Lhota zur Verfügung gestellt.