In der Natur ist kein Lehrplatz,
lauter Meisterstücke.
Johann Peter Hebel (1760 – 1826)
Aktuelles aus Mils bei Imst von Leni Bullock
In der Natur ist kein Lehrplatz,
lauter Meisterstücke.
Johann Peter Hebel (1760 – 1826)

Donnerstag, 19.04.2018:
Pünktlich um 10:00 Uhr vormittags schaut unser Turmfalkenweibchen bei uns im Kirchturm von Mils vorbei und betritt vorsichtig und nur ganz kurz sein Nest vom letzten Jahr.
So ganz scheint sie der Sache noch nicht zu trauen. Wahrscheinlich wegen der technischen Einrichtung und dem neuen ungewohnten Bodenbelag in ihrem Nest.
Nun können wir nur hoffen, dass ihm die neue Einrichtung gefällt und das Falkenpärchen heuer wieder brütet. Wo bleibt wohl das Männchen?
Aufnahme Falkenkamera 2 vom 19.04.2018, 10:00 Uhr:
Aufnahme Falkenkamera 1 vom 19.04.2018, 10:00 Uhr:
Hier geht’s zur Live-Kamera
Viele sind dem Aufruf der Gemeinde und Agrargemeinschaft zur Aufräumaktion in der Milser Au gefolgt. Besonders erfreulich war die große Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die an dieser Aktion teilnahmen. In kleinen Gruppen wurde die Au durchstreift und Abfälle bzw. Müll in Säcken gesammelt. Die Landjugend reparierte Zäune und erneuerte die willkürlich zerstörten „Gatter“.
Beim anschließenden „Grillfestl“ bei der Agrarhütte wurden die Teilnehmer der Aufräumaktion bestens von der Landjugend Mils versorgt.
Die beiden Spitzensportler Andreas und Wolfgang Linger haben zusammen mit der TIROLER Versicherung die sogenannten „TIROLER-Schul-Sporttage“ ins Leben gerufen.
Dabei haben die Tiroler Volksschulen die Möglichkeit, die beiden Olympiasieger und Weltmeister für einen Sporttag mit den Kindern zu buchen. Angeboten wird ein dreistündiges Programm, bei dem die Kinder in kleinere Gruppen aufgeteilt werden. Dabei lernen sie mit viel Spass neue Bewegungen und Sportarten kennen, können sich gegenseitig mit ihren koordinativen Fähigkeiten, dem Gleichgewicht und bei einem Sprung-Parcours messen. Gleichzeitig sind sie Teil eines interaktiven und kindgerechten Workshops über gesunde und leckere Ernährung und erholen sich zwischendurch bei einer gesunden Jause.
Für die Sporttage im Frühjahr 2018 wurde die Volksschule Mils bei Imst ausgewählt.
Die Volksschulkinder waren vom Sporttag, der am 18. April stattfand, sehr begeistert und fertigten für die Linger-Brüder und für die ehem. Olympiamedaillengewinnerin Leni eigene „Sport-Karriere-Poster“ an.
Im Anhang Bilder aus dem Turnsaal der Volksschule vom Sporttag am 18.04.2018:
Am Samstag, dem 21. April 2018 startet wieder eine gemeinsame Aufräumaktion in der Milser Au.
Treffpunkt: 10 Uhr beim Sportplatz Mils-Au. Müllsäcke werden bereitgestellt.
Im Anschluss der Aufräumaktion sind alle Helferinnen und Helfer herzlich zur Jause beim Agrargebäude eingeladen.
Auf eine rege Teilnahme freut sich Gemeinde und Agrargemeinschaft Mils.
Die Milser Au, stellt eine der letzten Flussauen im oberen Inntal dar. 1987 wurde die Milser Au gemäß dem Tiroler Naturschutzgesetz zum „geschützten Landschaftsteil erklärt“.
Lebensräume in der Erlenau:
Die Au dient in erster Linie als Viehweide den Milser Bauern. Wirtschaftlich genutzt wird die Grauerle. Die ökologische Besonderheit der Naturlandschaft Milser Au besteht in der Vielzahl der zusätzlich vorkommenden Busch- und Baumarten. Das Unterholz des Auwaldes setzt sich vor allem aus Berberitzen, schwarzer Holunder, Pfaffenhütchen und gemeiner Hartriegel zusammen. Weitere Gehölzflora: Esche, Pappel, Weißkiefer, Fichte, Silberweiden, gemeine Heckenkirsche, Weißdorn und echter Wacholder.
Weiters stellt die Milser Au durch die Revitalisierungsmaßnahmen der letzten Jahre wichtige Lebensräume für die Tierwelt dar, wie z.B. Amphibien und verschiedene Libellenarten wie die seltene „Gebänderte-Prachtlibelle“ als auch die „Blauflügel-Prachtlibelle“ die sich vorwiegend in den Revitalisierungsflächen angesiedelt haben.
Außer zahlreichen Kleinsäugetiere leben im Auwald Reh, Fuchs und Marder. Im Uferbereich zwischen Inn und der Milser Au hat sich seit 2016 ein Biberfamilie angesiedelt, auch ein Fischotter wurde gesichtet.
Vogelwelt in der Milser Au: Über 50 verschiedene Vogelarten sind in der Milser Au anzutreffen, viele davon als Brutvögel, manche als Durchzügler oder gelegentliche Besucher. Regelmäßig brüten oder halten sich auf z.B. Kohlmeise, Tannenmeise, Sumpf- und Haubenmeise, Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke, Amsel und Singdrossel, Rotkehlchen, Fitis und Zilpzalp, Wendehals und Bunspecht, Buchfink, Erlenzeisig, Gimpel, Goldammer und Neuntöter, Hausrotschwanz, Elster und Rabenkrähe. Brutverdacht besteht auch für Kleinspecht und Grauschnäpper. Immer wieder zu beobachten sind unsere Vogelschönheiten Wiedehopf und Eisvogel. Da für beide Vogelarten gute naturgegebene Bedingungen bestehen, die noch durch spezielle Nistkästen und eine künstliche Eisvogelwand unterstützt werden, darf früher oder später auch eine Brut erwartet werden.
Die Au mit ihren umliegenden Feldern ist das Jagdrevier vom Turmfalken und Mäusebussard, Sperber und Habicht und gelegentlich Rastplatz für durchziehende Kiebitze und Drosseln. Selten geworden ist das früher in den Wiesen häufige Braunkehlchen. Am Inn brüten Bachstelze, Gebirgsstelze, Wasseramsel und Stockenten. Der Graureiher hält sich hier auf und gelegentlich Blässralle und Kormoran. Ganz besonders unterstrichen wird die Wichtigkeit des Schutzes der Milser Fluss-und Aulandschaft durch eines der in Tirol sehr selten gewordenen Brutvorkommen des Flussuferläufers.
Diese Vielfältigkeit und Einzigartigkeit der Milser Au soll den Besuchern aufzeigen, dass auf dieses Naturjuwel besonders geachtet werden soll und keine Abfälle jeder Art zu hinterlassen.