Milser Au – Pressekonferenz mit LHStv. Anton Steixner

Mils im Bild berichtete bereits mehrmals über den Fortschritt der Revitalisierungsmaßnahmen in der Milser Au, siehe:

„Start zum Projekt Revitalisierung Milser Au“
„Revitalisierung Milser Au – 2009, Projektphase 2“
„Entfernung der Altablagerung in der Milser Au“

Dieses Gemeinschaftsprojekt mit 20-jähriger Laufzeit wurde im Jahr 2007 durch Einbindung der Interessensgruppen Agrargemeinschaft Mils, Gemeinde Mils, Forstinspektion Imst, Land Tirol Abt. Wasserwirtschaft und Umwelt, Tiroler Wasserkraft, Wasser Tirol und WWf  mit folgenden Maßnahmen begonnen: Umgestaltung der mittleren und östlichen Revitalisierungsflächen. Aufforstungs- und Naturschutzmaßnahmen, weidewirtschaftliche Maßnahmen und Neophyten-management.

Am 8. August 2010 fand nun im Gemeindeamt Mils bei Imst eine Pressekonferenz statt, bei der ein Zwischenstand dieses Gemeinschaftsprojektes präsentiert wurde. Bürgermeister Dr. Markus Moser und Agrarobmann Hartmut Neurauter begrüßten dazu LHStv. Anton Steixner, Bezirkshauptmann Dr. Raimund Waldner sowie Ernst Fleischhacker von Wasser Tirol.

Die Hauptziele des Gemeinschaftsprojektes „Revitalisierung Milser Au“ sind unter anderem die Erhaltung der Weichholzau als Ökosystem und die Verbesserung des Hochwasserschutzes in der Gemeinde Mils durch die Schaffung von drei Retentionsflächen. Weiters die Aufwertung des Ökosystems durch Feuchtbiotope, Totholz und Wiederansiedlungsprojekten und die Wiederbewaldung der Umgestaltungsflächen mit der speziellen Milser Grauerle.

Nach einem informativen Bericht von Projektkoordinator DI Andreas Pohl über den aktuellen Stand des Revitalisierungsprojektes erfolgte eine ausführliche Besichtigung der Retensionsflächen in der Milser Au.

LHStv. Anton Steixner lobte die beispielgebende Initiative der Agrargemeinschaft und der Gemeinde Mils und bedankte sich besonders bei DI Andreas Pohl für seine Koordinationsarbeit. Bürgermeister Dr. Markus Moser bemerkte in seinen Abschlussworten, dass die Erhaltung des Schutzgebietes Milser Au auch ein Anliegen der Bevölkerung sei, während Agrarobmann Hartmut Neurauter die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Agrargemeinschaft bei diesem Projekt besonders hervorhob.

Im Zuge der Besichtigungstour wurde auch der Larsennbach in Augenschein genommen, der bei starken Niederschlägen und dem daraus resultierenden Hochwasser immer wieder eine Bedrohung für die umliegenden Häuser darstellt. Die starken Niederschläge in den letzten Wochen führten zu einer derartig hohen Ablagerung von Geschiebematerial, sodass dieses mit Schaufelladern und LKWs abtransportiert werden musste, um eine Gefährdung der Anrainer zu vermeiden.

Nachfolgend Bilder von Pressekonferenz und Besichtigungstour: