Fußball dominierte am Sportplatz Mils Au

Samstag 30. September 2017

Die Freude am Sport stand beim U7 der FG Schönwies/Mils im Vordergrund. Ergebnisse und Platzierungen sind bei den Turnieren in dieser Altersklasse absolut Nebensache. Acht Mannschaften aus dem Bezirk folgten der Einladung der Fußballgemeinschaft: SPG Roppen/Karres A, SPG Gurgl, SV Längenfeld, SV Haiming, SC Imst und die beiden Mannschaften der Heimmannschaft. Das Turnier wurde nach den neu ausgelegten Regeln des Tiroler Fußballverbandes für Nachwuchsturniere durchgeführt. Bei diesen Turnieren gibt es keine Schiedsrichter mehr, sondern sogenannte „Spielbegleiter“.
Der Wettergott zeigte sich gnädig und die zahlreichen Eltern konnten bei angenehmen Herbsttemperaturen über zahlreiche Tore und gelungene Aktionen der Nachwuchskicker jubeln. Bei der abschließenden Siegerehrung wurden alle Spieler mit einer Medaille belohnt.

Weitere Highlights an diesem Tag am Sportplatz Mils Au
Im Mittelpunkt stand der Fußballschlager der Kampfmannschaften der Landesliga West auf dem Spielplan: FG -Schönwies/Mils gegen Prutz/Serfaus.
Vor dem Anpfiff dieses Spieles wurde auch der langjährige Spieler Thomas Gstrein mit einem Präsent verabschiedet. Er scheidet verletzungsbedingt vom Kader der FG Schönwies/Mils aus.
Es folgte ein kampfbetontes und rasantes Fußballspiel. Vor über 500 Zuschauern gewann die Fußballgemeinschaft Schönwies/Mils mit einem 2:0.
In der Pause dieses spannenden Fußballspieles begrüßte der Platzsprecher Toni Pöschl den mehrfachen Olympiasieger und Weltmeister der Nordischen Kombination: Mario Stecher. Im Interview zur Olympiabewerbung 2026 bezog Mario eine klare Stellung für eine Bewerbung der Stadt Innsbruck.
Auch Leni Bullock, Bronzemedaillengewinnerin von Innsbruck 1964 und zweimalige Olympiateilnehmerin ist ebenfalls für die Durchführung einer dritten Olympiade in Tirol.

Nachfolgend Bilder vom 30. September 2017 am Fußballplatz Mils Au:

Gruppenfotos wurden von Christian Kautz, Obmann des Sportverein Mils, zur Verfügung gestellt.

Sanierung und Sicherheitsausbau im Milser Tunnel

So mancher Bewohner von Mils und Schönwies hat sich über nächtliche Erschütterungen in der letzten Zeit gewundert, die sich im Nachhinein als Sprengarbeiten im Milser Tunnel herausstellten. Dazu ein Bericht von Projektleiter Karl Praxmarer (ASFINAG):
Sanierung Milser Tunnel 2017 - Lageplan
Die ASFINAG will die Tunnelsicherheit vor allem im Tiroler Oberland erhöhen. Ein wesentliches Projekt dabei ist der Sicherheitsausbau im Milser Tunnel. Die ASFINAG bringt den Milser Tunnel auf den modernsten Stand der  Technik. Der Tunnel Mils ist Bestandteil der A12 Inntalautobahn. Der Tunnel Mils wurde im den Jahr 1988 in Betrieb genommen, der Tunnel verfügt über zwei Röhren, wobei die Länge der Südröhre 1.590 m, die Länge der Nordröhre 1.915 m beträgt. Auf Grund des Alters von fast 30 Jahren ist eine Sanierung dringend notwendig. Ebenfalls wurde 2006 das Straßentunnelsicherheitsgesetz seitens der EU beschlossen, daher sind alle Straßentunnel in Österreich bis 2019 sicherheitstechnisch zu sanieren. Beim Tunnel Mils sind folgende Maßnahmen umzusetzen:

◼ Errichtung 2 begehbare Fluchtwege (GQ) und
◼ Errichtung 1 befahrbarer Fluchtweg (EQ)
◼ Neubau Betriebszentrale Ost, Betriebsstation West (Portalgebäude)
◼ Baulicher Brandschutz im Bereich der Bundesstraße
◼ Erneuerung Asphalt
◼ Tunnelbeschichtung
◼ Der Tunnel wird mit Notstromaggregaten ausgestattet
◼ Neuerrichtung der Tunnel-Lüftungsanlage
◼ Neuerrichtung von AKUT (Tunnel bekommt Ohren)
◼ Errichtung einer Höhenkontrolle
◼ Die Löschwasserversorgung wird saniert
◼ Erneuerung der Brandmeldeanlage
◼ Erneuerung Fluchtwegorientierungsbeleuchtung und Evakuierungsbeleuchtung
◼ Erneuerung Videoüberwachung

Die Maßnahmen werden von 2017 bis 2019 umgesetzt,
die Kosten belaufen sich auf ca. 25 Millionen Euro.

Nachfolgend Bilder von den Arbeiten im Tunnel,
zur Verfügung gestellt von Karl Praxmarer, ASFINAG:

Friedhofserweiterung in Mils bei Imst

Wie untenstehende Bilder zeigen, sind die Bauarbeiten der Friedhofserweiterung entsprechend fortgeschritten:

◼ Die Sanierungsmaßnahmen (Trockenlegung der Grundmauern) am Widum wurden fertiggestellt.

◼ Das Wasserbecken am Kirchplatz ist bereits in Funktion.

◼ Die Stufen zum Haupteingang der Pfarrkirche wurden fertiggestellt.

◼ Die Pflasterarbeiten am Kirchplatz sind weitgehend abgeschlossen.

◼ Die Neugestaltung des Kriegerdenkmales ist abgeschlossen:
Das Fresko erhielt einen Rahmen aus Messing, der flächenbündig in die Einfriedung der Friedhofsmauer eingesetzt wurde. Die Namen der gefallenen Soldaten der Weltkriege werden im Anschluss in Buchstaben aus Messing in der unteren Rahmenleibung angebracht.

◼ Nach Fertigstellung sämtlicher Arbeiten werden am Haupteingang zur Pfarrkirche zwei Winterlinden gepflanzt. Weiter sind am Kirchplatz zwei Ebereschen und am Dorflindenplatz eine Sommerlinde vorgesehen.

Sommerbilder aus Mils bei Imst

„Wer recht in Freuden wandern will, der geh‘ der Sonn entgegen“, Emanuel Geibel (1815-1884)  und Georges Duhamel (1884-1966) schrieb: „Die Landschaft erobert man mit den Schuhsohlen, nicht mit den Autoreifen“.
Das dachten sich auch der Bezirksfeuerwehrkommandant Hubert Fischer, Feuerwehrkommandant Karl Praxmarer und Gerhard Bregenzer bei einer Wanderung über den Venet.

 

Interessante Münzfunde in der Larsenn

Vor kurzem wurden der Gemeinde Mils sechs Münzen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert zur Verfügung gestellt – als Geschenk für das kleine Museum im Eingangsbereich des Gemeindezentrums. Reinhold Perktold aus Imst, ein Experte im Bereich Münzkunde, hatte diese Münzen vor ca. 25 Jahren gemeinsam mit Paul Huber aus Mils im Larsenn gefunden.

Die Geschichte:
In den 80er Jahren interessierte sich Reinhold besonders für die Geschichte Tirols während den Pestzeiten. Bei seinen Nachforschungen in Innsbrucker Archiven stellte er fest, dass um 1348 im Bezirk Landeck ca. 5/6 und im Bezirk Imst ca. 1/3 der Bevölkerung an der Pest starben. Weiter war auffallend, dass in Mils bei Imst zu dieser Zeit keine Pestopfer aufschienen. Auch in der Pestzeit um 1611/1612 und während des 30-jährigen Krieges (1634-1637) wurden in Mils keine Pesttoten verzeichnet.

Bei einem Gespräch mit seinem Bergkameraden Paul erfuhr Reinhold von alten und großteils überwachsenen Mauerresten im Larsenn (siehe Peter Anich Karte im Anhang). So wanderten die beiden in den Jahren 1991/92 mehrmals ins Larsenn, um diese näher zu erkunden. Dabei wurden diese Münzen gefunden:

Münze Beschreibung Zeitraum
1 Kreuzer  vor Sigismund dem Münzreichen  vor 1446
6 Kreuzer  aus der Zeit von Sigismund dem Münzreichen  ab 1446
6 Kreuzer *  aus der Zeit von Erzherzog Ferdinand II.  1564-1595
3 Kreuzer *  aus der Zeit von Kaiser Ferdinand II.  1619-1637
10 Kreuzer *  aus der Zeit von Erzherzog Leopold V.  1619-1632
3 Kreuzer  aus der Zeit von Kaiser Leopold I.  1657-1705
*  geprägt in der Münzstadt Hall

Die Vermutung liegt nahe, dass die damaligen Bewohner von Mils während der Sommerzeit in die „Larsenn“ zogen, um von der Pest verschont zu bleiben und nahmen dabei auch Hab und Gut (Münzen) mit.
Heute noch erinnern alte Bezeichnungen an frühere Aufenthaltsorte in der Larsenn, wie z.B. „beim Bauhof“, „s‘Kolpa Gufl“, „s‘Kolpa Kucha“ und „s‘Milser Almli“.

Nachfolgend Fotos der Münzen:

In der Tirol-Karte von Peter Anich um 1770 ist an der Fundstelle im Larsenn eine „Hofstatt“ eingezeichnet. Ein Hinweis, der die Münzfunde erklärt.

Ausschnitt aus der Peter Anich Karte von 1770

Ausschnitt aus der Karte „Atlas Tyrolensis“
Bildquelle: Wikipedia