Am 12. September 2008 fand das 10-jährige Jubiläum der Firma Raumausstattung Schiechtl in Mils bei Imst statt.
Zu diesem Anlass hatten die Inhaber Christine und Daniel Schiechtl zur Jubiläumsausstellung im kleinen Festzelt beim Meisterbetrieb in der Dorfstraße Nr. 3 eingeladen. Erfrischende Getränke und verschiedenste Köstlichkeiten erwarteten die Besucher im Zelt. Dabei präsentierten Christine und Daniel Schiechtl neueste Einrichtungstrends für den Herbst 2008, Accessoires und edle Stoffe renommierter Hersteller.
Das ursprünglich kleine Familienunternehmen entwickelte sich zu einem namhaften Fachbetrieb und beschäftigt mittlerweile sieben Mitarbeiter, davon zwei Lehrlinge, drei Gesellen und zwei Teilzeitkräfte.
Feier für aktive Mitarbeit in der Pfarre Mils
Zum Dank für die aktive Mitarbeit in der Pfarre zum Hl. Sebastian in Mils bei Imst hatten die Verantwortlichen des Pfarrgemeinde- und Pfarrkirchenrates zu einer kleinen Feier eingeladen.
Seit Jahren werden verschiedenste Dienste in der Pfarrkirche Mils bei Imst ehrenamtlich von GemeindebürgerInnen übernommen. Dazu zählen unter anderem Kirchenreinigung, Schmücken der Kirche, Mesnerdienste, Betreuung des Widum und Pflege des Widumgartens. Lektoren, KommunionhelferInnen, ChorsängerInnen, Büchereileiterin, sowie die Verantwortlichen des Pfarrgemeinde- und des Pfarrkirchenrates sind weitere wichtige Personen in der Pfarre Mils.
Diese kleine Feier fand am 5. September 2008 im Gemeindesaal Mils statt. Pfarrkirchenratsobmann Gebhard Moser und Pfarrer Sylvester Stach bedankten sich bei dieser Gelegenheit bei allen aktiven Mitarbeitern in der Pfarre Mils und bei den Sponsoren, die diese Feier finanzierten.
Kirchenchor und Chor „Bella Voce“ sorgten für die musikalische Umrahmung.
Chronik – Glocken der Pfarrkirche Mils bei Imst
Tag für Tag, Sonntag für Sonntag läuten zu den verschiedensten Anlässen die Kirchenglocken. Nur wenigen Milsern ist jedoch bekannt, wie groß und wie schwer unsere Glocken sind und welche Namen sie tragen. Da fast kein Fotomaterial von den Milser Kirchenglocken vorhanden ist, habe ich die Glocken im Kirchturm für die Dorfchronik fotografiert.
Im 51,5 m hohen Milser Kirchtum (gesamte Turmhöhe mit Kugel und Kreuz beträgt 53 Meter) befinden sich vier Glocken.
In den beiden Weltkriegen wurden die Glocken beschlagnahmt und es mussten nach Kriegsende wieder neue angeschafft werden. Vom 27. März 1942 bis 1951 läutete daher nur eine kleine Glocke, das sogenannte „Totenglöcklein“ vom Milser Kirchturm. 1951 wurden von der Firma Graßmayr zwei passende alte Glocken dazugekauft. 1960 bestellten die Veteranen und Kriegsteilnehmer eine große Glocke und die kleine Glocke wurde gegen eine neue abgeliefert. Gleichzeitig wurde auch der Glockenstuhl erneuert.
Das bestehende Geläute:

Inschrift auf der Glocke:
„Von Feuer, Hagel, Wassernot, von Krankheit, unglückseligem Tod,
bewahre uns o Herre!“ Dazu eingemeißelt: „Den gefallenen Kameraden geweiht, die starben zu früh in friedloser Zeit; soll warnen die Welt vor Haß und Streit. Veteranen und Krieger von Mils 1960.“

Inschrift auf der Glocke:
„Vor Ungewitter, Blitzgefahr, der liebe Gott uns stets bewahr!“

Inschrift auf der Glocke:
„Arbeit mit Gebet verbinden, läßt uns Gottes Segen finden.“

Inschrift auf der Glocke:
„St. Josef leg‘ am Lebensende, unsere Seel‘ in Gottes Hände.
„Arbeit mit Gebet verbinden, läßt uns Gottes Frieden finden.“
Interessante Glockensprüche
Da jede Glocke, bedingt durch die verschiedenen Größen, einen anderen Schwingrhythmus hat, bildeten sich im Milser Volksmund zum Glockengeläute bestimmte Verse, die den Rhythmus der jeweiligen Glocke beschrieben:
Die kleine Glocke sagt: „I han kua Geld, i han kua Geld, …“
Die zweite Glocke sagt: „Leih‘ dir uans, leih‘ dir uans, …“
Die dritte Glocke sagt: „Wo denn? – Wo denn? …“
Die größte Glocke sagt: „Beim Bürger und beim Bauern, … “
Das alte Uhrwerk
Auf dem Weg zum Glockenstuhl befinden sich noch Teile eines alten Uhrwerkes. Dieses stammt sicher noch aus der alten Kirche, da eine in der Chronik erwähnte Reparatur aus dem Jahre 1823 darauf hin deutet. Diese Uhr ist ein besonders interessantes Werk, welches die Handwerkskunst zur damaligen Zeit veranschaulicht. Eine mündliche Überlieferung berichtet, dass das alte Uhrwerk seit ca.1939 nicht mehr funktionierte. Es wird auch erzählt, dass der jeweilige Mesner damals täglich in den Turm steigen und die Uhr mit einer „Kurbel“ aufziehen musste.
Mils war mehrere Jahrzehnte ohne Kirchenuhr, denn erst 1984 wurde ein modernes, elektrisches Uhrwerk installiert.
Die Bilder zeigen das alte Uhrwerk, sowie andere noch gut erhaltene Bestandteile der alten Uhr im Kirchturm von Mils.
Ich bedanke mich bei Michael Hammerle für die Unterstützung beim Fotografieren im Kirchturm.
Musikkapelle Mils bei Imst auf Raftingtour
Einen nicht alltäglichen Kameradschaftsausflug haben sich die MusikantInnen der Musikkapelle Mils bei Imst heuer ausgesucht. Es wurde eine Schlauchbootsfahrt auf dem Inn organisiert. Die Strecke führte von Mils bis nach Haiming. Vorangegangen war jedoch die „Erstbefahrung des Larsennbaches mit Raftingbooten“.
Mils, Samstag, 9. August 2008: Nach einem gemeinsamen und kräftigen Frühstück im Musikpavillon ging es zur Sache:
Umziehen, letzte Anweisungen der Bootsführer und dann wurden vier Boote zur Einstiegsstelle oberhalb der Larsennbachbrücke gebracht. Jedes Boot war mit 7 MusikantInnen besetzt. In Hochstimmung aller Teilnehmer begann die Raftingtour mit der „Erstbefahrung des Larsennbaches“. Weiter ging es auf dem etwas hochwasserführenden Inn bis nach Haiming. Als weiterer Höhepunkt dieses Ausfluges folgte eine Wanderung zur „Neuen Alplhütte“ oberhalb von Telfs. Nach der Übernachtung auf der Alplhütte, verbunden mit einem Kameradschaftsabend der MusikantInnen, endete dieser einmalige Ausflug der Musikkapelle mit einem Frühschoppenkonzert am Sonntag.
Nachfolgende Bilder sprechen für sich:
Projekt Fledermaus & Turmfalke in Mils bei Imst
Schulprojekt mit dem Fledermausschutzbeauftragten Mag. Anton Vorauer vom Land Tirol, Abteilung Umweltschutz.
Durch die Einbindung des WWF in das Revitalisierungsprogramm der Milser Au wurde mit dem Projekt „Fledermaus und Turmfalke“ ein weiterer Schwerpunkt zum Schutz der Natur gesetzt.
Am 29. Mai 2008 startete dieses Schulprojekt der besonderen Art: Mit viel Anschauungsmaterial versuchte Mag. Anton Vorauer, der Schutzgebietsbetreuer der Milser Au, den Volksschülern die Lebensweisen der verschiedenen Fledermausarten näher zu bringen. Zum Beispiel zählt das „Große Mausohr“ mit einer Flügelspannweite von ca. 40 cm zu den häufigsten Fledermausarten in Österreich. Sie bevorzugen klimatisch begünstigte Täler, offenes Waldland, Weideland und Gebiete mit traditioneller Landwirtschaft.
Von den „Großen Mausohren“ ist bekannt, dass sie individuenstarke Wochenstubengemeinschaften bilden. Sie nisten sich bevorzugt in warmen, geräumigen Dachböden und Kirchtürmen ein. Die bekannten Wochenstuben dieser Fledermausart liegen im Inntal zwischen Imst und Absam. In der Milser Pfarrkirche haben sich zwei Fledermausarten niedergelassen. Es handelt sich dabei um das „Große Mausohr“ und um eine „Langohr-Fledermaus“. Das „Große Mausohr“ ist zwar weit verbreitet, befindet sich aber dennoch auf der roten Liste der bedrohten Tierarten.
In weiterer Folge bastelten die Volksschüler unter Anleitung von Mag. Anton Vorauer Nistkästen für Fledermäuse. Mit Begeisterung und Wissensdurst waren die Schüler der Volksschule in Mils bei Imst bei der Sache. Im Schulgarten wurde eifrig gehämmert und gebohrt bis eine Reihe von Nistkästen für die Fledermäuse fertig gestellt waren.
Am 26. Juni kam der große Tag: Umsichtig trugen die Schüler ihre gebastelten Nistkästen in die Milser Au. Besonders interessant für die Schüler war, dass die Fledermausnistkästen zuerst innen mit Fledermaus-Kot bestreut werden müssen, damit diese auch von den Fledermäusen angenommen werden.
Voller Stolz wurden die Nistkästen von den Schülern mit Hilfe von Herrn Vorauer an verschiedenen Bäumen in der Milser Au befestigt.
„Fledermausnacht“ in der Milser Au
Wissenswertes über Biologie, Ökologie und Schutz unserer heimischen Fledermausarten erfuhren die Teilnehmer der „Fledermausnacht“ am 30. Juni 2008 in der Milser Au. Unter fachkundiger Führung von Mag. Anton Vorauer konnten Fledermäuse in der Au geortet und aus nächster Nähe beobachtet werden.
Projekt “ Turmfalke“
Wie der Name verrät, nisten die Turmfalken vorwiegend in Türmen bzw. Kirchtürmen. Nun wird der Versuch unternommen wieder ein Turmfalkenpärchen im Milser Kirchturm anzusiedeln. Am 28. Juli 2008 wurde von Mag. Anton Vorauer an der Südseite des Kirchturms beim Dreieckfenster ein Turmfalkennistkasten angebracht. Die Hoffnung ist, dass im kommenden Frühjahr der Nistkasten mit einem Turmfalkenpärchen besiedelt wird.