Die Natur bietet im Herbst die verschiedensten Früchte in den buntesten Farben …
Pfarrerwechsel in Mils bei Imst
Mils bei Imst bereitete am 28. September 2008 dem neuen Pfarrer Peter Papaiah Yeddanapalli einen feierlichen Empfang. Im Namen der Gemeinde hieß Bgm. Gebhard Moser den neuen Pfarrer herzlich willkommen.
Pfarrgemeinderat, Pfarrkirchenrat, Musikkapelle, Feuerwehr, Schulkinder, sowie zahlreiche Gemeindebürger waren gekommen, um ihren neuen Pfarrer zu begrüßen.
Im Anschluss an den festlichen Empfang gestaltete Pfarrer Peter Papaiah Yeddanapalli zusammen mit Dekan Paul Grünerbl seine erste Hl. Messe in Mils. Der Festgottesdienst wurde vom Kirchenchor und dem Chor Bella Voce musikalisch gestaltet. Im Rahmen dieser Feierlichkeit überreichte Dekan Paul Grünerbl symbolisch für die Übernahme der Pfarre Mils bei Imst den Kirchenschlüssel an Pfarrer Peter Papaiah Yeddanapalli.
Nach dem Gottesdienst versammelte sich die Kirchengemeinde beim Widum zu einer Agape. Die Kinder der Volksschule Mils stellten sich mit Liedern ein und überreichten Blumen und Zeichnungen an Pfarrer Peter Papaiah als Willkommensgruß.
Reisen wie vor 200 Jahren entlang der “Via Claudia”
Ein besonderes Reiseerlebnis ist eine Postkutschenfahrt über die Alpen der „Via Claudia“ entlang, von Landsberg am Lech über Reutte, Fernpass, Imst, Landeck, Nauders und weiter über den Reschenpass bis Bozen.

Die Postkutsche: Dem originalgetreuen Nachbau eines Pavillion-Wagens aus dem Jahre 1811 sieht man die zeitgemäße Technik, mit der er ausgestattet ist, nicht an: Scheibenbremsen, Gummibereifung und elektrisches Licht sorgen dafür, dass der Fahrgast von heute weitaus angenehmer reisen kann als ein Reisender von damals. Acht bis zehn Fahrgäste und vier Begleitpersonen finden auf dieser Postkutsche Platz.
Da Mils bei Imst an der geschichtsträchtigen Strecke „Via Claudia Augusta“ dieser Postkutschenfahrt liegt, habe ich als Dorfchronistin mir die Zeit genommen ein Teilstück mit dieser Kutsche mitzufahren, um die Romantik einer solchen Kutschenfahrt zu erleben.
Ich hatte eine Fahrt von Imst nach Landeck gebucht. Am 9.September 2008 um 9.00 Uhr starteten wir bei herrlichem Sommerwetter beim Gasthof Hirschen in Imst. Bereits in der verkehrsgeplagten Kramergasse konnte man erfahren, wie professionell der „Kutscher“ Konrad Schamberger seine vier Pferde hindurchlenkte.
Auf der Strecke über den Weinberg in Richtung „Milser Gstoag“ erlebt man bereits die Romantik einer solchen Kutschenfahrt: Die Hektik des Tages wird in den Hintergrund gedrängt, die Natur wird anders erlebt und man sieht plötzlich wieder Dinge, die sonst in der Hast des täglichen Lebens nicht mehr wahrgenommen werden. Vorbeifahrende Autos werden als unangenehm und störend empfunden.
Nachdem wir den herrlichen Ausblick vom Milser Gstoag auf den vor uns liegenden Talkessel von Mils genießen konnten und das mittelalterliche Straßenstück „Römerstraße“ passiert hatten, kehrte die mit 14 Personen besetzte Postkutsche bei der Raststätte Trofana ein.
Nach einem kurzen Aufenthalt setzte die Kutsche die Fahrt fort, über den Feldweg nach Mils. Dort erwartete uns Herta Neurauter, um den Mitreisenden der Postkutsche ein Schnapsl zu kredenzen.
Ein Höhepunkt war die Fahrt durch Mils. Schulkinder und Lehrpersonen staunten nicht schlecht, als sie eine Postkutsche aus dem dem Jahre 1811 hautnah erleben durften. Kutscher Konrad Schamberger nahm sich die Zeit den Volksschülern interessante Details über die Postkutsche zu erzählen.
Weiter ging es durch den Ort Schönwies in Richtung Kronburg über die „Patscheid“, wo wir ein mittelalterliches Straßenstück besichtigen konnten. Anschließend fuhren wir über Zams nach Landeck. Um 12.00 Uhr mittags dort angekommen verabschiedete ich mich wieder von den Mitreisenden, welche teilweise bis nach Bozen weiterreisten.
Ich war begeistert von dieser Kutschenfahrt. Wie schon erwähnt: Ein besonderes Reiseerlebnis!“
Nachfolgend ein paar Impressionen von dieser Kutschenfahrt:
Schafabtrieb aus der Larsenn
Rechtzeitig vor dem Schlechtwettereinbruch wurden die Schafe heuer aus der Larsenn ins Tal gebracht. 150 Stück Schafe von Schafbauern aus Mils und Schönwies verbrachten den Sommer 2008 in der Larsenn.
Eine anstrengende Arbeit bedeutet es allemal, wenn die Schafe zum Almabtrieb im Bereich zwischen „Großkar“ über den „Sauruggen“ bis hin zur „Imster Pleis“ gesammelt und zur Schaferhütte beim „Milser Almli“ gebracht werden. Dort wird die Nacht verbracht und am nächsten Morgen erfolgt der eigentliche Schafabtrieb. Nach ca. drei Stunden treffen die Tiere aus der Larsenn in Mils ein. Mit einem „Schnapsl“ werden die „Schafhirten“ von den Schafbauern begrüßt. Weiter geht es in Richtung Lasalt zum „Schafhåg“, wo die Schafe dann anschließend geschert werden. Die Heimkehr der Tiere wird traditionsgemäß mit einem kleinen „Festl“ gefeiert.
Feuerwehrübung in Schule und Gemeindezentrum
Kürzlich fand eine wichtige Bergeübung der Feuerwehr beim Schul- und Gemeindezentrum in Mils bei Imst statt. Annahme war ein Brand mit großer Rauchentwicklung im Untergeschoss des Schul- und Gemeindezentrums. Schulkinder mussten mit einer Drehleiter vom Dach und zwei Arbeiter aus dem Gemeindesaal evakuiert werden.
Gott sei Dank handelte es sich hierbei nur um eine Übung! Dieser Aufgabe stellten sich die Volksschüler mit den Lehrpersonen der Volksschule Mils gemeinsam mit dem Roten Kreuz, der Gruppe Halfinger von der Feuerwehr Imst und der Feuerwehr Mils unter dem Kommando von Gerhard Bregenzer und Gregor Praxmarer. Ein Schwerpunkt dieser Bergeübung war die Kommunikation zwischen den Lehrpersonen und den Einsatzkräften über eventuell vermisste Schüler. Nach genauer Erkundung durch die Atemschutztruppe der Feuerwehr Mils konnten auch die zwei Arbeiter aus dem Gemeindesaal „gerettet“ und dem Roten Kreuz übergeben werden.
Unter fachkundiger Beobachtung durch den Imster Feuerwehrkommandanten Thomas Friedl und dem „Hausherrn“ Bürgermeister Gebhard Moser beteiligten sich insgesamt 39 Feuerwehrmänner aus Mils und Imst mit 5 Einsatzfahrzeugen und 2 Mann vom Roten Kreuz an dieser Übung.
Mit großem Interesse verfolgten auch die Eltern der Schulkinder diese Bergeübung. Im Anschluss wurden alle Beteiligten zu einem Würstl mit Getränk in den Gemeindesaal eingeladen.